Kampf Gegen Cyber-Kriminalität: Internationaler Austausch Und Grenzüberschreitende Zusammenarbeit Notwendig

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Die Anzahl weltweit verübter Cyber-Attacken auf Unternehmen hat sich innerhalb von fünf Jahren verdoppelt.

Zahlreiche aktuelle Studien anerkannter Unternehmensberater und Security-Experten belegen: Cyber-Kriminalität wuchert weltweit! Aufklärung und Sensibilisierung sind wichtig, reichen aber nicht aus. Daher präsentieren NEC, Infosec, SEC Consult, INTERPOL und das Österreichische Bundesministerium für Landesverteidigung bei der Tagung „Global Cybercrime Trends and Countermeasures“ am 22.02.2018 in Wien aktuelle Trends sowie konkrete Sicherheits-Maßnahmen für die praktische Umsetzung im Unternehmen.

 

Angriffe auf Unternehmen haben sich weltweit innerhalb von fünf Jahren fast verdoppelt. Vorfälle, die früher als außergewöhnlich galten, werden immer alltäglicher. Die finanziellen Auswirkungen von Cyber-Sicherheitslücken steigen. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis Cyber-Attacken die Weltwirtschaft erschüttern und die Gesellschaft in ungeahnter Weise beeinträchtigen werden – soweit die alarmierenden Ergebnisse des Weltwirtschaftsforums (WEF) im aktuellen Global Risks Report 2018. Insbesondere Unternehmen sind auf Cyber-Attacken nicht ausreichend vorbereitet. Es fehle an umfassenden Informations-Sicherheitsstrategien sowie an speziellen Prozessen zur Reaktion auf Vorfälle, bestätigen die Ergebnisse der aktuellen Global State of Information Security Survey 2018 (GSISS) von PwC.

Viele Organisationen bemerken zudem erst viel zu spät, dass Sie bereits Opfer einer Attacke geworden sind. Rund die Hälfte der im Rahmen des Kaspersky Lab’s Quarterly Report weltweit untersuchten Unternehmen stellten erst nach einigen Wochen und noch später – bis zu einem Jahr – fest, dass sie von einer Cyber-Attacke betroffen waren. Hinzu kommt die Schwachstelle Mensch, wie Kaspersky ebenfalls herausgefunden hat: 46 Prozent der Cyber-Sicherheitsvorfälle in Unternehmen lassen sich auf das Fehlverhalten von MitarbeiterInnen zurückführen. Diese versuchten auch, selbst verschuldete Vorfälle geheim zu halten.

In Österreich sei beinahe jedes zweite Unternehmen in den letzten fünf Jahren Opfer von Spionage oder Datendiebstahl und jedes sechste Unternehmen mit Erpressungsversuchen konfrontiert gewesen, wie die EY-Studie Datendiebstahl in Österreich 2017 zeigt. In Deutschland wurden 44 Prozent der von EY befragten Unternehmen in den vergangenen drei Jahren ausspioniert –  gut dreimal so viele wie noch zwei Jahre zuvor. In der Schweiz gaben rund zwei Drittel der Unternehmen an, kürzlich Cyber-Security-Vorfälle verzeichnet zu haben.

Internationaler Austausch und Kooperation

Führt man die Ergebnisse der zitierten Studien zusammen, ist akuter Handlungsbedarf gegeben. Es fehlt ein sachlicher globaler Diskurs, der praktische Ratschläge aufzeigt, um Unternehmen widerstandsfähig gegenüber Cyber-Attacken zu machen. „Neue Hacking-Methoden verbreiten sich weltweit wie ein Lauffeuer und Unternehmen sind darauf nicht vorbereitet. Um Schäden abzuwenden, Hackern einen Schritt voraus zu sein und nicht von der Digitalisierungswelle überrollt zu werden, ist es jetzt an der Zeit, zu handeln“, sagt Markus RobinGeneral Manager SEC Consult. Ein erster wichtiger Schritt zu mehr Cyber-Sicherheit ist es, Unternehmen zu sensibilisieren und zu informieren. Noch wichtiger aber ist es, Unternehmen konkrete Wege aufzuzeigen, wie dieser unsichtbaren Bedrohung entgegenzutreten ist.

Event: „Global Cybercrime Trends And Countermeasures“

Am Donnerstag, den 22.02.2018, richten die NEC Corporation (NEC; TSE: 6701), die Infosec Corporation (Infosec) – ein spezialisiertes Security-Unternehmen der NEC Gruppe – sowie SEC Consult  und das Österreichischen Bundesministerium für Landesverteidigung gemeinsam die Tagung „Global Cybercrime Trends and Countermeasures“ in Wien aus. Experten aus Politik, Wirtschaft und IT-Security analysieren und diskutieren gemeinsam mit INTERPOL aktuelle Entwicklungen. Präsentiert werden konkrete Maßnahmen und verschiedene Lösungsansätze für mehr Cyber-Sicherheit. Vor allem INTERPOL ist dabei jener Experte, der sich durch globale Reichweite und intensives Engagement im Kampf gegen Cyber-Kriminalität auszeichnet. Umso mehr, da mit dem Komplex für Innovation (IGCI) ein anerkanntes und international vernetztes Instrument zur Verfügung steht.

Neue Ansätze für mehr Sicherheit – Aktiv, reaktiv, illusiv

Fest steht, dass rein reaktive Verteidigungs-Strategien mittlerweile überholt sind und Antivirus-Programme oder Intrusion-Detection-Systeme teilweise gravierende Lücken aufweisen. Daher sind neue Herangehensweisen und Strategien für Unternehmen zwingend erforderlich. Deception („Täuschung“) lautet jener Cyber-Security-Ansatz, der bisherige Konzepte umdreht und auf den Kopf stellt: Aktive statt reaktive Verteidigung ist das Gebot der Stunde. Nach Schätzungen des renommierten Marktforschungsunternehmens Gartner setzen 2018 bereits rund zehn Prozent aller Unternehmen auf dieses Konzept. Wenn sich Hacker zunehmend professionalisieren, muss auch die Cyber-Security-Strategie in Unternehmen angepasst und erweitert werden.

Die IT-Security-Experten greifen vor Ort konkrete Fälle ihrer täglichen Arbeit auf und ermöglichen somit Interessierten einen detaillierten Einblick in den alltäglichen Kampf der Behörden gegen Cyber-Kriminelle.

ANMELDUNG UND AKKREDITIERUNG: HIER GEHT ES ZUM FORMUAR

(bis 20.02.2018)